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Vodafone kauft Unitymedia

Vodafone kauft Unitymedia

Die Briten kaufen dem amerikanischen Konzern Liberty Global den Kölner Netzbetreiber Unitymedia sowie weitere Netze in Osteuropa ab. Die langen Verhandlungen sind am frühen Mittwochmorgen abgeschlossen worden.

Durch die Übernahme von Unitymedia schafft Vodafone ein einheitliches Kabelnetz, das ganz Deutschland abdeckt. Unitymedia gehören Kabelnetze in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Hessen. Vodafone wiederum kontrolliert über seine Münchner Tochtergesellschaft Kabel Deutschland bereits Kabelnetze in allen anderen Bundesländern.

Unitymedia und die weiteren kleineren Netze in Tschechien, Ungarn und Rumänien werden im Rahmen der Transaktion mit 18,4 Milliarden Euro bewertet. Zusammen kommen Vodafone und Unitymedia in Deutschland im Geschäft mit Telefongesprächen, Internetzugängen und Kabelfernsehen rechnerisch auf fast 55 Millionen Kundenverbindungen und einen Gesamtumsatz von 13 Milliarden Euro.

Vodafone kündigte nun an, nach der Übernahme den Ausbau des Hochgeschwindigkeits-Internets in Deutschland zu forcieren. „Für den Verbraucher bedeutet der Zusammenschluss erstmalig großflächig schnelle und bezahlbare Gigabit-Anschlüsse“, verspricht Hannes Ametsreiter, der Deutschland-Chef von Vodafone. Sein Unternehmen schaffe „eine echte bundesweite Alternative“ zur Deutschen Telekom. Vodafone werde dafür in Deutschland in den kommenden vier Jahren rund 12 Milliarden Euro investieren. Darüber hinaus kündigte Vodafone an, bis zum Jahr 2022 rund 25 Millionen deutschen Haushalten Zugang zu schnellen Gigabit-Internetzugängen zu ermöglichen. Der Deutschen Telekom wird dagegen vorgeworfen, das schnelle Internet zu langsam auszubauen.

Allerdings stößt die Übernahme auf heftige Kritik. Gegner warnen vor einem Monopol. Vodafone kündigte an, dass die wettbewerbsrechtliche Prüfung der Übernahme in die Zuständigkeit der EU-Kommission und nicht des deutschen Bundeskartellamts fallen werde. Dies wäre wohl ein Vorteil für Vodafone, denn die Bonner Behörde hat in der Vergangenheit mehrfach Großübernahmen im deutschen Kabelmarkt untersagt. Fachleute erwarten auch, dass die Übernahme im Fernsehmarkt die größten wettbewerbsrechtlichen Fragen aufwerfen wird. Im Geschäft mit Hochgeschwindigkeits-Internetzugängen könnte Vodafone dagegen in Zukunft für mehr Wettbewerb sorgen, weil erstmals ein in ganz Deutschland vertretener potenter Konkurrent zur Telekom entsteht.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

 

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