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Beispiele aus der Praxis

Kreis Heinsberg - Mix aus privatwirtschaftlichem und gefördertem Ausbau

52525 Heinsberg
© Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg mbH

Ausgangslage und Herausforderungen

k.A.

Vorgehensweise / Maßnahmen

Bereits 2008 haben sich die Kreis-Wirtschaftsförderung, regionale Versorgungsunternehmen und einige Netzbetreiber mit dem Infrastrukturausbau beschäftigt.

Der Kreis Heinsberg hat der WFG den Auftrag erteilt, Vorbereitungen für die mögliche Gründung einer eigenen Breitband-Infrastrukturgesellschaft zu treffen: Erstellung eines Masterplans, Nutzung von Synergien durch aktives Leerohrmanagement, Schaffung von Anschlussinseln und Eingehen von Partnerschaften mit Providern (pro potentielles Anschlussgebiet).

Die Kommunen haben parallel zu den Bemühungen der WFG Förderprojekte eingereicht, um stark unterversorgte Wohnlagen auf über 2 Mbit/s zu bringen.

2012 wurde schließlich in Kooperationsgesprächen ein privatwirtschaftlicher Anbieter identifiziert. Die Deutsche Glasfaser Holding GmbH baut im Kreis Heinsberg ein komplett neues Glasfaser-Netz auf, an das in der Endausbaustufe etwa 90 % aller Haushalte (und Unternehmen in Gewerbegebieten) angeschlossen werden können.

Die Kommunen im Kreis Heinsberg werden dabei in Projekte (= Ortslagen, die von einem POP aus versorgt werden) aufgeteilt. Wesentliche Voraussetzung für den Ausbau nach dem FTTH-Konzept ist das Erreichen einer Vorvertragsquote von 40%.

 Ergebnisse

Bis Mitte 2019 wurden 159 Ortschaften (98 Nachfragebündelungen) ausgebaut und rund 59.500 FTTH-Anschlüsse realisiert.

Erfolgsfaktoren

Entscheidend für den gigabitfähigen Breitband-Ausbau im Kreis Heinsberg war der frühe Kontakt zur und die Schließung eines Kooperationsvertrages mit der Deutschen Glasfaser Holding GmbH.

Zukünftige Planungen

Der Kreis Heinsberg hat Anfang September 2019 einen Antrag auf Gewährung einer Zuwendung zur Deckung einer Wirtschaftlichkeitslücke nach 3.1 der Richtlinie zur Förderung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland in der Fassung vom 22. Oktober 2015 gestellt. Im Rahmen dieses geförderten Breitband-Ausbaus werden die letzten „Weißen Flecken“ und die letzten, noch nicht ans Glasfaser-Netz angebundenen Schulstandorte gigabitfähig erschlossen.

Nach Abschluss des Förderprojektes haben alle Adresspunkte im Kreis Heinsberg eine Versorgung von mind. 30 Mbit/s.